Leben mit einer Behinderung: die Sicht der Angehörigen

In der Schweiz leben 1.8 Mio. Menschen mit Behinderungen. Die Verantwortung für ihre Pflege und Betreuung übernehmen häufig die Eltern, die Partnerin, der Partner oder die Kinder. Deren eigene Bedürfnisse treten dabei in den Hintergrund. Oft ein Leben lang, ohne dass ihre Belastungen erkannt oder ihre Dienstleistungen bezahlt würden.

Pflegende Angehörige leisten einen enormen wirtschaftlichen Beitrag und sind aus unserem Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken. Dennoch werden sie viel zu oft alleingelassen. Lieber schaut man weg, als sich vertieft mit ihrer Realität und ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Denn sonst müsste man ja etwas tun…
Die aktuelle «Behinderung & Politik» berichtet über das Leben mit Behinderungen, aus der Sicht der Angehörigen, die oft an ihre Grenzen gehen.

Sozialpolitisch gibt es kleine Silberstreifen am Horizont, wie z.B. die bessere Unterstützung für schwerbehinderte Kinder, die zuhause gepflegt werden, oder die korrekte Neuberechnung der IV-Renten von Teilzeit arbeitenden Müttern. Demgegenüber steht die Reform der Ergänzungsleistungen (EL). Der Bundesrat wollte «das bisherige Leistungsniveau erhalten». Nun wird gestrichen und gekürzt, was das Zeug hält. Die Lebensrealität der Betroffenen scheint keine Rolle zu spielen.

 
Kontakt:   
Silvia Raemy, Bereichsleiterin Kommunikation
AGILE.CH Die Organisationen von Menschen mit Behinderungen
Tel. 031 390 39 39, silvia.raemy@agile.ch

Medienmitteilung vom 22. Februar 18 als PDF-Version herunterladen