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Gleichstellung

15.7.2021
Wehrpflichtersatzabgabe: diskriminierende Praxis der Schweiz wird von Strassburg zum zweiten Mal gerügt

Im November 2020 beantwortete der Bundesrat in unangebrachter Weise die Interpellation von Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier (Die Mitte/FR), die ein Ende der Ungleichbehandlung von jungen Männern forderte, die wegen einer vermeintlich leichteren Behinderung für untauglich für Armee und Zivilschutz erklärt werden. Inzwischen wurde die Schweiz zum zweiten Mal vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) für diese diskriminierende Praxis gerügt. Der erste Entscheid des EGMR stammt aus dem Jahr 2009 (Glor gegen Schweiz, Urteil no. 13444/04) und zwang die Schweiz, ihre Gesetzgebung zu ändern.

22.6.2021
Autonomie im öffentlichen Verkehr bleibt auch nach Ende 2023 ein Traum

Selbstständig und ohne fremde Hilfe den öV nutzen? Kaum!

Weil Gemeinden und Kantone ihre Pflicht verschlafen haben, wird eine grosse Mehrheit der 21'000 Bushaltestellen per Ende 2023 nicht autonom nutzbar sein, obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz dies seit 2004 vorgibt.

Beitrag von Schweiz aktuell mit René Kälin, Vereinigung Cerebral Schweiz und Chris Heer von AGILE.CH

8.6.2021
 Alle Rechte für alle Menschen mit Behinderungen  

2014 hat die Schweiz die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) ratifiziert und sich verpflichtet, Massnahmen zu treffen, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen. 

Die Umsetzung der UNO-BRK in der Schweiz ist im Gange, doch es bestehen weiterhin Lücken, gerade auch in den Bereichen der humanitären Hilfe (Art. 11) und der Entwicklungszusammenarbeit (Art. 32). Um diese Lücken zu schliessen und den wichtigen Grundsatz der Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu stärken, arbeiten AGILE.CH und die CBM Schweiz seit Anfang 2021 für das Projekt «Alle Rechte für alle Menschen mit Behinderungen» zusammen. Weitere Informationen, Ziele und Aktivitäten 2021 des Projekts

30.3.2021
AGILE.CH Positionspapier zur Corona-Pandemie: Schutzmassnahmen und Impfstrategien müssen die Realität von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen

Mehr als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie gehen einige Menschen immer noch vergessen. Das darf nicht sein! Im heute veröffentlichten Positionspapier zur Corona-Pandemie appelliert AGILE.CH unter anderem an die Solidarität aller und stellt weitere Forderungen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen in der Covid-19-Krise.

Mit der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) verpflichtete sich die Schweiz, in Gefahrensituationen den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. In der aktuellen Pandemie ist die Schweiz daher gefordert, spezifische Massnahmen zu ergreifen, sowohl im Hinblick auf Schutzmassnahmen als auch auf den Zugang zu medizinischen Ressourcen und Impfungen.

Auch wenn die Impfkampagne Fortschritte macht, appelliert AGILE.CH weiterhin an die Solidarität, Geduld und den Respekt aller, von den kantonalen und nationalen Behörden beschlossenen Schutzmassnahmen.

22.12.2020
Schutz und Sicherheit von Menschen mit Behinderungen während der Corona-Pandemie: Positionspapier von AGILE.CH

In der Schweiz leben rund 1,7 Millionen Menschen mit Behinderungen. Viele sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit zusätzlichen Barrieren und Ungleichheiten in allen Lebensbereichen konfrontiert. Mit der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention verpflichtete sich die Schweiz, in Gefahrensituationen den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten (Art. 11 UNO-BRK). In der aktuellen Pandemie ist die Schweiz gefordert, behinderungsspezifische Vorkehrungen zu treffen, um das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Schutz und Sicherheit in der Corona-Krise einzulösen. Es gilt, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen auch in Krisenzeiten zu gewährleisten!

Das vorliegende Positionspapier enthält acht konkrete Forderungen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen in der Covid-19-Krise. Das Papier ist von AGILE.CH als Dachverband von 41 Behinderten-Selbsthilfeorganisationen, die unterschiedlichste Behinderungsgruppen repräsentieren, erarbeitet worden.

17.12.2020
COVID-Triage-Kriterien der SAMW: Keine Diskriminierung beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen

Nach Kritik der Behindertenorganisationen hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) nun die Kriterien zur Triage von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit angepasst. Sie verzichtet auf die Anwendung der «Fragilitätsskala» für Menschen mit Behinderungen. Inclusion Handicap und AGILE.CH begrüssen diesen wichtigen Entscheid.

Herbert Bichsel

Gleichstellungsbeauftragter

Kontakt

11.11.2020

Die Stiftung MOVE vergibt neu den MOVE-AWARD an Gemeinden/Städte, die die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beispielhaft umsetzen und fördern. Als erste Preisträgerin hat die Stadt Uster diese Auszeichnung erhalten. Gemäss der Stiftung wurde Uster gewählt, «weil sie ein wahrer Leuchtturm hinsichtlich der Gleichstellung ist. Seit mehr als 10 Jahren setzt sich Uster intensiv für die Glechstellung ein.» Mehr zu Uster und Gleichstellung ist auf der Website der Stiftung Move zu finden.

9.11.2020

Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf eine Gesundheitsversorgung in derselben Bandbreite und derselben Qualität wie Menschen ohne Behinderungen, auch in Krisenzeiten. Diese Vorgabe der Behindertenrechtskonvention wird durch die Triagerichtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) missachtet, indem Pflegebedürftigkeit als Kriterium bei der Zuteilung von Intensivpflegebetten genutzt wird. AGILE.CH und Inclusion Handicap fordern eine Überarbeitung der Richtlinien!

9.11.2020

Um die vielen Corona-Neuansteckungen in den Griff zu bekommen, braucht es uns alle. Mit dem konsequenten Befolgen der BAG-Hygiene- und Verhaltensregeln sowie dem Tragen von Masken im öffentlichen Raum können alle einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. AGILE.CH ruft zu Solidarität im Kampf gegen Corona auf!

23.8.2020

Die SBB lehnen präzisere Zugdurchsagen zur Maskenpflicht und/oder Ergänzungen der Schutzkonzept-Plakate ab. Sie empfehlen allen Kunden, die von der Ausnahmeregelung betroffen sind, ein offiziell unterschriebenes Arztzeugnis auf sich zu tragen. Nachfolgend die Antwort der SBB auf die AGILE.CH-Forderung nach präziseren Durchsagen:

13.7.2020

AGILE.CH begrüsst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Mit dieser Massnahme kann der Schutz von Covid-19-Risikogruppen erhöht werden. Es gibt aber Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Das wissen nur wenige. Um Anfeindungen Mitreisender präventiv entgegenzuwirken, fordert AGILE.CH in einem Schreiben an die SBB präzisere Zugdurchsagen zur Maskenpflicht.

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