Im Lauf des Lebens politisch geprägt

Beispielhaft lebt Margrit Dubi den Unruhezustand vieler Pensionierter vor. Die Baslerin engagiert sich mit Überzeugung in verschiedenen Gremien für Menschen mit psychischer Behinderung und ihre Angehörigen. Neu ist Margrit Dubi auch im Vorstand von AGILE aktiv.

Interview von Eva Aeschimann, Bereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit

«agile»: Margrit Dubi, herzliche Gratulation zu Ihrer Wahl in den Vorstand von AGILE. Sie vertreten im Vorstand die Schweizerische Vereinigung der Angehörigen von Schizophrenie-/Psychisch-Kranken (VASK). Mit welcher Motivation haben Sie kandidiert?

Margrit Dubi (MD): Mit der Motivation, die spezielle Situation der nicht sichtbaren Beeinträchtigung von psychisch Kranken und die damit verbundene Belastung der Angehörigen einzubringen.

«agile»: AGILE bringt als Dach verschiedene Behinderungsgruppen zusammen und strebt an, die Solidarität untereinander zu stärken. Wie wichtig ist Ihnen dieses Ziel?

MD: Sehr wichtig, der Weg zu diesem Ziel fördert das Verständnis für andere Beeinträchtigungen. Gemeinsam erreicht man mehr Gewichtung für die einzelnen Anliegen.

«agile»: Sie haben im engsten Umfeld eine psychisch erkrankte Person mit gutem Krankheitsverlauf und voller Rehabilitation erlebt und begleitet. Warum engagieren Sie sich weiter für die Belange der Angehörigen?

MD: Weil es dringend nötig ist, und ich meine langjährige Erfahrung einbringen will. Zudem kann ich mich ohne persönliche Belastung einsetzen.

agile»: Weshalb braucht es die organisierte Selbsthilfe?

MD: Zur Unterstützung, Stärkung und Förderung von Betroffenen und Angehörigen

«agile»: Wie sind Sie politisch geprägt worden?

MD: Durch eigene Erfahrungen im Laufe der Zeit.

«agile»: Was machen Sie neben dem Einsatz für AGILE?

MD: Bei der Stiftung Melchior in Basel leite ich ein Angebot für «Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern (Elternteil)», weiter bin ich Mitglied im Vorstand der VASK und bin Delegierte Schweiz bei EUFAMI, der europäischen Föderation für Familien mit psychisch Kranken. Neu bin ich zudem im Vorstand des HYPERLINK «http://www.aktionsbuendnis.ch/index.php?id=2&L=0» Aktionsbündnis psychische Gesundheit Schweiz.

Kurz und bündig

«agile»: Was ärgert Sie?

MD: Selbstdarsteller, denen es nicht um die Sache geht.

«agile»: Wie kann man Ihnen eine Freude machen?

MD: Mit Einladungen im Freundes- und Bekanntenkreis.

«agile»: Womit bringt man Sie zum Lachen?

MD: Beim Lesen, Diskutieren, Beobachten, natürlich sind meine Enkel häufig ein Auslöser.

«agile»: Wo und wie tanken Sie auf?

MD: Auf Reisen, Ausflügen, in Konzerten, Theater und Museen.

«agile»: Was wünschen Sie sich für AGILE?

MD: Akzeptanz und Durchhaltewillen.