IV grundsätzlich auf Kurs, doch es fehlen Arbeitsplätze

Stabile Neurentenzahlen und mehr Massnahmen zur beruflichen Eingliederung. Die heute veröffentlichten Zahlen und Fakten 2016 des BSV belegen: Die IV ist auf gutem Weg, ihre Ausgaben nach 2017 ohne Zusatzfinanzierung decken zu können. Damit das aber so bleibt, müssen mehr Unternehmen mehr Personen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen anstellen.

Im Jahr 2016 beanspruchten 39‘800 Personen eine berufliche Eingliederungsmassnahme der IV, das sind 4% mehr als 2015. Das BSV will nun die längerfristige Wirkung dieser Massnahmen bis zu vier Jahre nach deren Abschluss aufzeigen. Deshalb erfasst es den Weg der Versicherten mit beruflichen Massnahmen und wertet ihre Einkommenssituation aus. Das ist grundsätzlich erfreulich.

Ein Jahr nach Abschluss einer Massnahme können 78% der Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen weiterhin arbeiten. Ob auf dem ersten oder dem zweiten (geschützten) Arbeitsmarkt, bleibt offen. Von diesen 78%

Wovon leben diese Menschen?

AGILE.CH begrüsst die Massnahmen zur beruflichen Eingliederung der IV, denn Menschen mit Behinderungen wollen arbeiten – wenn man sie arbeiten lässt. Damit sie im regulären Arbeitsmarkt tätig sein können, braucht es allerdings auch angepasste Arbeitsplätze und Unternehmen, die arbeitswillige Personen langfristig anstellen.

Zur Medienmitteilung des BSV

Kontakt:   
Ursula Schaffner, Bereichsleiterin Sozialpolitik und Interessenvertretung
Mobile: 077 420 62 93,  ursula.schaffner@agile.ch

Medienmitteilung vom 23. Mai 17 als PDF-Version herunterladen