Teilerwerbstätige in der IV gerechter beurteilen

Wer heute aus gesundheitlichen Gründen Teilzeit arbeitet, den Haushalt versorgt und Kinder betreut, wird vom Bundesgericht diskriminiert. Der Bundesrat will diesen Missstand nun beheben.

Bei der Feststellung des Invaliditätsgrades kommen vor allem die dreifach belasteten Frauen deutlich schlechter weg, als wenn sie «Nur-Hausfrauen» oder «Nur-Teilzeitarbeitende» wären. Die relevanten und bis heute vom Bundesgericht diskriminierend angewendeten Bestimmungen werden mit einer Neufassung der IV-Verordnung geklärt. Damit folgt der Bundesrat einem Urteil des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strassburg von Anfang 2016. Die Vernehmlassung zur Anpassung der entsprechenden IV-Verordnung läuft bis zum 11. September 2017. AGILE.CH wird sich äussern und ermuntert ihre Mitglieder, dies ebenfalls zu tun.