«IV-Weiterentwicklung» - Einseitige Prioritätensetzung

Der Bundesrat schlägt eine «IV-Weiterentwicklung» vor. Zum dritten Mal in Folge ist dabei das Prinzip Hoffnung bei einer IV-Revision das Leitmotiv der Landesregierung. Dank millionenschweren Massnahmen auf Seiten der IV sollen Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen in die Arbeitswelt integriert werden.

AGILE.CH begrüsst zwar die zusätzlichen Massnahmen. Doch es fehlen Verpflichtungen der Unternehmen und der Wirtschaft, die arbeitswilligen Personen auch wirklich anzustellen. Zudem braucht die vorgeschlagene «Weiterentwicklung» der IV das Zusammenspiel vieler Akteure: Gefordert sind Ärzte, Krankenversicherungen, die Invalidenversicherung, Arbeitgeber und andere mehr. Die Vorschläge des Bundesrates gehen zwar in die richtige Richtung, Zweifel sind aber angebracht, ob wirklich alle mitspielen.

Ja, aber zum neuen Rentensystem
AGILE.CH spricht sich nicht gegen das neue lineare Rentensystem aus, fordert aber nach wie vor zwingend eine ganze Rente ab 70% Invalidität und nicht ab 80% und hofft, dass das Parlament dem Bundesrat folgt.

Autonomie und Selbstbestimmung ermöglichen
Eine echte «Weiterentwicklung der IV» würde bedeuten, dass endlich mehr Menschen selbstbestimmt und autonom zu Hause leben können. Dies auch dank einem diskriminierungsfreien Zugang zum Assistenzbeitrag


Kontakt:   
Ursula Schaffner, Bereichsleiterin Sozialpolitik und Interessenvertretung
077 420 62 93, ursula.schaffner@agile.ch

Medienmitteilung vom 15. Februar 17 als PDF-Version herunterladen

Link zur Medienmitteilung von Inclusion Handicap