Fortpflanzungsmedizinverordnung: AGILE.CH bedauert, dass wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen…

…und stellt deshalb die Frage nach einer Zulassungsbeschränkung für Laboratorien und Fortpflanzungsmedizin-Kliniken.

Strengere Richtlinien für Laboratorien, die in der Fortpflanzungsmedizin (FMedG) und Präimplantationsdiagnostik (PID) tätig sind, ist das eine. Viel wichtiger sind aber die Begleitung und die objektive, neutrale und professionelle Beratung der Mütter und Paare, die die Fortpflanzungsmedizin und Präimplantationsdiagnostik nutzen. Diese Eltern brauchen zwingend alle Informationen, um eine unabhängige, klare und auf ihren eigenen Werten basierende Entscheidung treffen zu können. Die etwa dreissig Fortpflanzungsmedizin-Kliniken in der Schweiz erhalten zwar strengere Genehmigungs- und Umsetzungsauflagen, die aber leider auf vagen Kriterien basieren.
Nach AGILE.CH sollte ihre Anzahl begrenzt werden. Auch die Frage der Kostenübernahme von FMed und PID durch die Krankenkassen ist nicht geklärt, was zu schweren Benachteiligungen führt. Einmal mehr scheinen wirtschaftliche Interessen schwerer zu wiegen als soziale, menschliche und ethische Überlegungen.

Vernehmlassungsantwort – nur auf Französisch