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«Assistenzbeitrag mit Kinderkrankheiten»

Selbständig leben dank Assistenzbeitrag: Das wäre das Ziel. Der Weg dorthin ist aber noch weit. Die Mai-Ausgabe von «Behinderung und Politik» zieht nach vier Jahren eine erste Zwischenbilanz und zeigt weitere Wegsteine zu selbstbestimmtem Leben für Menschen mit Behinderungen. Ferner gibt sie einen Überblick über die Meinungen von Parteien und Organisationen zur 7. IVG-Revision und zur ELG-Reform.

Sprache ist verräterisch

Gesagtes und Gemeintes sind nicht immer identisch. Und wenn noch das Thema «Behinderung» mit ins Spiel kommt, wird es heikel. AGILE.CH hat deshalb die Broschüre «Sprache ist verräterisch» erarbeitet, um eine diskriminierungsfreie Sprache und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zu fördern.

Alles zu Integration und Schule

Die Internetplattform www.integrationundschule.ch bietet vielfältige Informationen über die Integration von Kindern mit Behinderungen in den Frühbereich, in die Schule und in die Berufsbildung. Auf der Homepage finden sich insbesondere Links zu Unterseiten für jeden Kanton.

Initiative Joder ist Pflästerlipolitik

AGILE.CH unterstützt die vorgeschlagenen Massnahmen, schwerkranke und schwerbehinderte Kinder, die zu Hause gepflegt werden, besser zu unterstützen. Die Erhöhung des Intensivpflegezuschlags bleibt jedoch «Pflästerlipolitik». Besser wäre, den Assistenzbeitrag diskriminierungsfrei auszugestalten.

Bei der IV wird schon genug gespart

Anders als das Eidgenössische Finanzdepartement findet AGILE.CH das Stabilisierungsprogramm 2017-2019 für Menschen mit Behinderungen nicht ausgewogen. IV-Versicherte entlasten den Bundeshaushalt bereits um 700 Millionen Franken pro Jahr, als Folge der 5. und 6. IVG-Revision.

ELG-Reform: zurück an den Absender

AGILE.CH findet die Reform der Ergänzungsleistungen im jetzigen Zeitpunkt verfehlt. Denn es ist völlig unklar, wie sich die «Altersvorsorge 2020» und die 7. IVG-Revision auf Menschen mit Behinderungen auswirken. Die Revision ist deshalb zurückzuweisen.

7. IV-Revision: Mehr Transparenz, bitte

Die aktuelle IVG-Revision sei kostenneutral ausgestaltet, betont der Bundesrat. Der Begriff «kostenneutral» verschleiert allerdings, dass Menschen mit Behinderungen im Jahr 2030 einen Leistungsabbau von 136 Millionen Franken hinzunehmen hätten, bei nur 76 Millionen Franken an Investitionen.

Behinderung und Politik 1/16 – «Die Superbehinderten»

Behindert, berufstätig, doppelt so engagiert wie Menschen ohne Behinderungen: Die neue Ausgabe von «Behinderung und Politik» schildert den ganz normalen Arbeitstag von zwei Menschen mit Behinderungen.

IV-Rentner/-innen nicht schlechter stellen

Bei der Behandlung der «Altersvorsorge 2020»hat der Ständerat beschlossen, den tieferen Umwandlungssatz bei den Pensionskassen über höhere AHV-Renten zu kompensieren. IV-Rentner/-innen wurden explizit ausgeschlossen. Damit wurde erstmals in der Geschichte die Einheit der ersten Säule untergraben.

Das Fortpflanzungsmedizingesetz kommt vors Volk

Die 18 sozial engagierten Organisationen, die das Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) unterstützt haben, sind erfreut. Heute um 10.00 Uhr überreichen sie der Bundeskanzlei ihren Anteil an den Unterschriften. Jetzt kommt das Gesetz nach der Verfassungsänderung vors Volk. Dies ermöglicht eine vertiefte gesellschaftliche Diskussion über die Möglichkeiten und Gefahren der Fortpflanzungsmedizin.

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