E-learning: Jetzt geht es los!

«Politische Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung» – Die innovative Weiterbildung von AGILE entwickelt sich zum Erfolg.

Von Catherine Corbaz, Projektleiterin und Bereichsleiterin Bildung

Wer hat sich angemeldet?

Im Frühling lancierten und bewarben wir aktiv unsere Weiterbildung. Die Anmeldefrist lief und die Spannung im Bereich Bildung bei AGILE stieg und stieg.

Erste Anmeldungen kamen alle paar Wochen, dazu Anrufe für Auskünfte. Ende Juni, nachdem wir drei Informationsveranstaltungen durchgeführt hatten, war es immer noch «beunruhigend» ruhig. Doch dann fanden sich plötzlich die Anmeldungen eine nach der anderen in den elektronischen Briefkästen. Eine Flut!

Die Qual der Wahl

Doch eine Herausforderung und schwierige Aufgabe stand uns noch bevor: Denn wir erhielten viel mehr Anmeldungen als es freie Plätze gab. Diese Nachfrage beweist, wie gross das Bedürfnis bei behinderten Menschen ist, Wissen und Kompetenzen mit geeigneten Instrumenten auszubauen. Und sie zeigt, wie gross das Bedürfnis ist nach Austausch mit anderen und nach gemeinsamer Lösungsfindung.

Am Ende haben wir uns entschieden, mehr Personen zur Weiterbildung zuzulassen, als ursprünglich geplant. Am 26. Oktober starteten denn auch 18 TeilnehmerInnen statt der geplanten 15 in die Weiterbildung. Trotzdem und leider mussten wir vielen Interessierten auch Absagen mitteilen.

Wer ist nun dabei?

Wir haben versucht, eine vielfältige Gruppe zu schaffen, auch wenn das nicht so einfach war. Hier einige Zahlen: Ein Drittel der Teilnehmenden sind Männer, zwei Drittel Frauen. Die Körperbehinderten sind gut vertreten: Unter diesen sind Menschen mit Behinderung seit Geburt, solche die später erkrankt sind oder nach einem Unfall körperbehindert sind. Unter den Teilnehmenden gibt es Menschen mit sichtbaren und mit nicht sichtbaren Behinderungen. Rund ein Viertel sind Sehbehinderte und Blinde, ein weiteres Viertel Menschen mit psychischer Behinderung. Drei Personen sind älter als 49 Jahre, drei Personen älter als 39 Jahre, vier Personen sind älter als 29 Jahre und vier Personen sind zwischen 22 und 28 Jahren alt. Einige haben eine Sonderschule besucht, andere haben eine Matura. Die einzelnen Lebenswege sind völlig unterschiedlich. Bleibt noch festzuhalten: Ein Drittel der Teilnehmenden sind berufstätig.

Und nun…

Die wichtige Start-Etappe des Projekts ist erfolgreich geschafft. Doch die grösste Arbeit, für uns im Projekt- und Bildungsteam und insbesondere für die Teilnehmenden selbst, steht noch bevor: die eigentliche Weiterbildung!

Es ist eines der Ziele dieser Weiterbildung, regelmässig in «agile – Behinderung und Politik» über dieses Projekt zu informieren. Idealerweise übernehmen dies die TeilnehmerInnen selbst und berichten über ihre Projekte und die Themen der Weiterbildung.

Bis bald also!